Der Fernweh-Park in Oberkotzau ist eine bunte Sammlung aus Ortsschildern und Starsignaturen im Summa-Park. Initiator Klaus Beer wollte mit dem Park zeigen, wie Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Ethnie friedlich zusammenleben können.
Alles begann 1978 auf einer Sahara-Expedition. Beer, ursprünglich Bankangestellter, fand seine Leidenschaft fürs Reisen. Inspiriert vom „Signpost Forest“ in Watson Lake, Kanada, entstand die Idee für einen eigenen Schilderpark in seiner Heimat. Am 9. November 1999 eröffnete er den ursprünglichen Park als Zeichen für grenzenlose Freiheit, zehn Jahre nach dem Mauerfall. Die ersten Schilder stammten von der Route 66, Unterkotzau und dem MDR.
Bald entwickelte Beer die „Signs of Fame“ und „Hands of Fame“: Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Pierre Brice, Thomas Gottschalk, Peter Maffay, der Dalai Lama oder Claudia Wohlleben verewigten sich auf individuellen Starschildern und Handabdrücken, als Zeichen gegen Rassismus. Über 500 Schilder und mehr als 400 Handabdrücke hat er gesammelt, mehr als am Hollywood Walk of Fame.
Ursprünglich in Hof ausgestellt, zog der Park 2018 in den Summa-Park nach Oberkotzau um, einem Freizeitgelände mit Wohnmobilstellplätzen und Naturinseln. Dort entstand ein barrierefreier, strukturierter Standort, der Besucher aus nah und fern anzieht. Sie entdecken kuriose Ortsnamen, suchen Starschilder oder erinnern sich an eigene Reisen.
Klaus Beer sieht den Park als Lebenswerk: „Für die einen ist es ein Haufen Schilder, für mich ist es meine Welt.“ Hof bleibt für ihn Heimat, auch nach Jahrzehnten als Weltenbummler. Mit dem Fernweh-Park vereint er seine Liebe zu Reisen, Menschen und der Welt in einem einzigartigen Projekt, das weltweit Beachtung findet und Besucher immer wieder fasziniert.